+200% Follower in 3 Monaten. Wie?

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Zu Beginn meiner LinkedIn-Präsenz hatte ich ein massives Problem: Ich wusste zwar, dass wir mit 15signals etwas Cooles bauen, aber ich war mir nicht sicher, ob das Produkt wirklich das brennendste Problem meiner Kunden löst.

Ich hatte das Thema in einem früheren Newsletter schon mal kurz gestreift – aber heute tauche ich tiefer in das Thema ein.

Im Wesentlichen wollte ich herausfinden: Bauen wir am Markt vorbei – oder treffen wir den Nerv? Und das, bevor wir unsere vollen Ressourcen (Zeit, Geld und Kaffeekonsum) investieren.

Dazu hat sich noch ein zweites „Problem“ gesellt: Wie in aller Welt soll ich ein Tool für LinkedIn-Growth „verkaufen“, ohne selbst eine valide LinkedIn-Präsenz zu haben?

Statt monatelang im stillen Kämmerlein zu grübeln und mir die geilste Strategie auszumalen, habe ich mich für die radikal ehrliche Tour entschieden.

Ich habe einfach gefragt.

Damit habe ich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen (Tierliebhaber verzeihen mir diese Redewendung): 

Marktrelevanz evaluieren + Reichweite/Follower aufbauen

Die Frage-Taktik

Ich habe mir einen Leitfaden erstellt, basierend auf dem Buch „The Mom Test“. Hier der Link zu Amazon.

Der Kern der Strategie: Bei Vernetzungsanfragen stelle ich eine ehrliche Frage. Ich sage:

„Hey [Name], ich baue gerade ein „LinkedIn Research Tool“ und will herausfinden, ob es echte Probleme löst. Darf ich dir dazu 5 offene Fragen schicken? So oder so freue ich mich über die Vernetzung. LG Alex“

Dieser eine Satz ist ein psychologischer Türöffner.

Erstens klärt er sofort auf: Ich bin kein „Sales-Bot“, der dich im zweiten Satz pitcht, sondern ich komme mit einer Bitte um deine Expertise.

Zweitens filtert die Frage meine Zielgruppe: Selbst wenn jemand keine Zeit für die Fragen hat, vernetzen wir uns, weil das Interesse an einem „LinkedIn Research Tool“ bereits geweckt wurde.

Relevanz schlägt hier stumpfes Akquirieren.

Das Resultat

Seit Jänner hat sich meine Follower-Anzahl verdreifacht (!).

Klar, ich bin von 500 auf 1500 gestartet – das sind jetzt keine Zigtausender-Reichweiten.

Aber: Das sind keine „Ghost-Follower“. Das sind „hot Leads“. So wie du es vermutlich einer bist oder vielleicht wirst.

Diese Menschen folgen mir nicht wegen eines Selfies aus dem Fitnesscenter, sondern weil ich ein relevantes Problem löse. Sie sind Teil der Reise.

Daten statt Bauchgefühl

Neben den Follower hab ich in zwei Monaten 100 Antworten gesammelt. Das ist pures Gold für die Entwicklung von 15signals und meine Content-Strategie.

Meine ersten Post-Analysen beweisen genau das: Wer mir folgt, sucht keinen seichten Content zum Zeitvertreib. Die Leute wollen echte Strategien und Abkürzungen, die in einen vollen Arbeitsalltag passen.

Ein Beispiel: Mein Post zur Profilbild-Optimierung hat sofort performt, weil es ein echtes, greifbares und sofort umsetzbares Problem löst.

Wie geht’s weiter

Auf LinkedIn zählt relevanter Content, während die organische Reichweite einbricht. Wenn du weißt, was deine Zielgruppe nachts wachhält, brauchst du keinen Algorithmus mehr zu „hacken“.

Du musst nur noch auftauchen, das Problem benennen und eine Lösung bieten.

Im nächsten Newsletter werde ich meine Content-Säulen genau darauf ausrichten.

Für weniger „gute“ Posts, sondern mehr relevante Posts.

Lernen durch Machen.


P.S. Wenn dich die exakten Texte interessieren, die ich für meine Vernetzungsanfragen und die 5 Fragen nutze: Schreib mir einfach eine DM auf LinkedIn. Ich schick sie dir gerne durch.