In den letzten Wochen hab ich viele intensive Gespräche mit potenziellen Kunden geführt. Und eine Sache hat sich dabei kristallklar bestätigt:
Der größte Hebel für 15signals liegt in der Lead-Generierung. Punkt.
Spannenderweise sind Themen wie „Trends in der eigenen Nische finden“ für echte Experten oft nur zweitrangig.
Warum? Weil sie ihre Nische kennen. Sie wissen, wer auf LinkedIn die lauten Stimmen sind. Für sie ist Trend-Watching eher strategische Geschäftsentwicklung als ein Tool für mehr Likes.
Wir haben unsere Nische jetzt messerscharf definiert: Wir liefern qualifizierte Leads aus der Zielgruppe, die sich auf LinkedIn eben nicht zeigt. Die „stillen Mitleser“, die zwar da sind, aber nie auf „Gefällt mir“ klicken.
Die harte Realität auf LinkedIn
Wer heute auf LinkedIn Kunden gewinnen will, steht meistens vor drei „Mauern“:
- INBOUND: Organische Sichtbarkeit aufzubauen ist ein Marathon. Laut meiner letzten Umfrage betrifft das fast 98% der aktiven Nutzer: Der Kalender bleibt trotz Content oft leer, weil es ewig dauert, bis aus einem Follower ein Käufer wird.
- ADs: LinkedIn Paid Ads sind im Vergleich zu Meta (Instagram/Facebook) zu teuer. Das Targeting bei Meta ist präziser. Seien wir ehrlich, wir hängen täglich in der Instagram-App, während wir LinkedIn meist nur ganz bewusst für Business-Zwecke öffnen.
- OUTBOUND: Kaltakquise auf LinkedIn ist für die meisten fast unmöglich, weil die eigentliche Zielgruppe unsichtbar bleibt. Sie lesen mit, informieren sich, aber sie kommentieren oder posten nicht. Sie sehen LinkedIn als Informationsquelle, nicht als Marktplatz für ihren eigenen Vertrieb.
Die Lösung: Kontext schlägt Kaltakquise
Wenn unsere Zielgruppe auf LinkedIn „schweigt“, müssen wir sie dort abholen, wo sie ihre Probleme aktiv lösen wollen. Unser Ansatz mit 15signals sieht daher jetzt so aus:
- Außerhalb suchen: Wir identifizieren Kunden dort, wo sie ihren digitalen Fußabdruck hinterlassen (außerhalb der LinkedIn-Blase).
- Bedarf analysieren: Hier liegt unser technologischer Vorsprung. Mit OpenClaw 🦞 eröffnen sich uns Möglichkeiten für eine tiefgreifende, individuell zugeschnittene Bedarfsanalyse. Während herkömmliche, eher statische Workflows wie N8N hier schnell an ihre Grenzen stoßen, erlaubt uns OpenClaw die Flexibilität, die wirkliche Kaufabsicht im Detail zu recherchieren und zu verstehen. Es ist kein starrer Prozess, sondern eine dynamische Analyse, die sich genau auf die Zielgruppe der 15signals Kunden ausrichtet.
- Brücke schlagen: Wenn ein zugehöriges LinkedIn-Profil für den ICP (Ideal Customer Profile) existiert, nutzen wir diesen konkreten Aufhänger (den Kontext aus der Bedarfsanalyse) für die Geschäftsanbahnung. Sollte kein LinkedIn-Profil vorhanden sein, liefern wir alternative Wege zur Kontaktaufnahme.
Was hat sich diese Woche noch getan
Es war eine turbulente Woche. Mein LinkedIn-Account wurde gleich zweimal „aus Versehen“ von LinkedIn gesperrt. Ein ziemlicher Schockmoment, wenn man sein Business quasi „in public“ auf dieser Plattform aufbaut.
Wer die ganze Geschichte nachlesen will: Hier geht’s zum LinkedIn-Post.
Diese Erfahrung und die neue, spezialisierte Positionierung zwingen mich jetzt zum Handeln. In den nächsten Tagen steht eine komplette Überarbeitung an: Mein ICP (Ideal Customer Profile) muss geschärft werden, mein eigenes LinkedIn-Profil braucht ein Update und auch meine Content-Strategie richte ich komplett neu aus.
Lernen durch Machen.
Meine Frage an dich
Wie viel Zeit verbringst du damit, Content für Leute zu erstellen, die am Ende sowieso nicht bei dir kaufen, während die echten Entscheider im Stillen mitlesen?
P.S. Wir arbeiten gerade an der Technik, um echte Kaufabsicht noch besser zu erkennen. Wenn du wissen willst, wie wir mit OpenClaw wertvolle Leads finden, schreib mir gerne eine DM auf LinkedIn.