heute gibt es wieder einen tiefen Einblick in den Maschinenraum von 15signals.com. Ich habe in den letzten Wochen viel über Positionierung, Autorität gelernt.
Hier sind meine Gedanken und Learnings aus der letzten Woche.
Der Kampf mit der Positionierung
Ich habe im letzten Newsletter viel über „Autorität“ geschrieben. Aber wisst ihr was? In meinen DMs habe ich ein Muster erkannt.
Für viele, die gerade erst auf LinkedIn starten oder sich als Experten positionieren wollen, klingt „Autorität“ nach einem Endgegner. Es fühlt sich zu weit weg an. Was die Leute eigentlich wollen? Kundengewinnung und Sichtbarkeit.
Deshalb habe ich den Slogan für 15signals noch einmal überarbeitet.
Aktueller Stand: „The Roadmap to your LinkedIn Buyer Audience“
Warum? Es ist die Brücke. Es ist nicht nur eine Sales-Plattform (davon gibt es genug da draußen), aber es ist auch nicht nur theoretischer Autoritätsaufbau. Es geht darum, genau dort aufzutauchen, wo deine Käufer bereits Fragen stellen.
Learning: Auf die Zwischentöne in den DMs hören. Die Sprache der Kunden ist wichtiger als ein cleanes Marketing-Wording.
Wachstum ohne Posten? Ja, das geht.
Ich habe in der letzten Zeit nicht gepostet. Trotzdem steigen meine Follower-Zahlen.
Warum habe ich nicht gepostet? Ganz ehrlich: Weil ich an der Positionierung gefeilt habe. Ich wollte nicht einfach „Lärm“ (Noise) produzieren. Ich will, dass meine Posts was bringen – meiner Zielgruppe und mir.
Der Hebel: Gezieltes Kommentieren. Bevor ich selbst poste, kommentiere ich dort, wo ich wirklich etwas beitragen kann. Das ist die perfekte Vorstufe, weil man erst mal versteht, wo man echten Mehrwert liefern kann und was die Leute bewegt.

Damit das funktioniert, empfehle ich eine radikale Feed-Hygiene. Wenn dein Feed voll mit irrelevantem Zeug ist, findest du die richtigen Gelegenheiten nicht. Ich sehe das so: Du musst den Algorithmus aktiv trainieren, damit er für dich arbeitet. Like und kommentiere gezielt das, was du sehen willst, und aktiviere die Glocke bei den Profilen, die für deine Nische relevant sind.
So filterst du das Rauschen aus deinem Feed und siehst nur noch das, was für dein Business wirklich zählt.
Ich halte mich da gerade an den Tipp von Jasmin Alić: Händisch schreiben. Keine glatten KI-Texte. Ich will meinen eigenen Stil entwickeln. Nur so kann ich die KI später vernünftig trainieren, wenn die Faulheit einsetzt. Schließlich sind wir alle hier, um zu lernen, oder?
Praxistest: Vernetzung mit oder ohne Nachricht?
Ich habe es getestet. Hier ist das Ergebnis meines kleinen Experiments:
- Bis 1.500 Follower: Vernetzen ohne Nachricht hat super funktioniert. In dieser Phase (die „LinkedIn Beginner“) sind alle hungrig nach Wachstum und vernetzen sich gerne.
- Ab 2.500 Follower: Vernetzen nur noch mit Nachricht. Warum? Weil Anfragen ohne Text bei größeren Profilen sofort als „Sales“ abgestempelt und ignoriert werden.
Mein Tipp: Sei kurz, ehrlich und schreib, warum du dich vernetzen willst. Kein Pitch. Einfach Mensch sein.
Hier ist meine aktuell optimierte DM, die eine hohe Annahmequote hat:

Es gibt aber auch andere Ansätze, die gut funktionieren. Hier ist ein Beispiel für eine Herangehensweise, die angenehm unaufdringlich wirkt und mir sofort das Gefühl gibt: Hier bekomme ich erst mal etwas, das mir nützt:

Warte nicht auf das perfekte Wording. Geh raus, teste es in den DMs und pass es an. Den letzten Schritt muss immer der Mensch machen – egal wie gut die KI oder das System ist.
Daher halten wir uns mit 15signals an das Prinzip “Human in the Loop”.
Lernen durch Machen.
Meine Frage an dich
Wer von euch kämpft auch gerade mit seinem Slogan? Schreibe mir, ich gebe gerne Feedback.
P.S. Vergiss nicht: Reichweite ist nur „Lärm“, wenn sie nicht bei den richtigen Leuten ankommt. Relevanz schlägt Algorithmus – immer.