Wenn das Wachstum stagniert, fühlt sich das oft wie eine Niederlage an. Vor allem, wenn man neben Job und Familie jede freie Minute in sein Projekt steckt. Aber ich habe gelernt: Stagnation heißt nicht, dass es keinen Fortschritt gibt.
Manchmal ist der Weg nach oben eben kein senkrechter Sprint, sondern führt über Basecamps. Diese Woche war für mich so ein Basecamp. Aklimatisieren, sammeln, den weiteren Aufstieg planen.
Hier ist das, was ich diese Woche am Berg gelernt habe:
Die Zielgruppe: Wer hört eigentlich zu?
Ich habe mir die Daten meiner Profilbesucher der letzten Wochen genau angesehen. Es kristallisiert sich immer klarer heraus, dass ich zwei Gruppen anspreche, die ich jetzt gezielt bedienen werde:
- Die Beginner: Menschen, die ihre Expertise endlich sichtbar machen wollen, aber noch am Anfang stehen (stille Mitleser bis ca. 500 Follower).
- Die Experten: Leute, die bereits ein Fundament haben (bis ca. 10.000 Follower), aber auf einem Plateau feststecken.
Interessantes Learning: Alles über 10.000 Follower hat meistens schon ein festes System oder eine Agentur im Hintergrund. Mein Fokus liegt also genau dazwischen. Dort, wo Relevanz den größten Hebel hat.
Die „Skyscraper-Technik“ für meinen Content
Ohne Klarheit bei Produkt, Zielgruppe und Positionierung ist jeder Post nur „Lärm“. Um das LinkedIn-Rauschen zu durchbrechen, nutze ich jetzt die sogenannte Skyscraper-Technik.
Das Prinzip ist simpel: Ich schaue mir an, was andere über meine Themen schreiben. Dann nehme ich dieses Fundament, schreibe es aus meiner ganz persönlichen Sicht (mit all meinen Fehlern und Kanten) und setze noch eins drauf. Echte Relevanz entsteht nicht durch Neuerfinden des Rads, sondern durch eine bessere, ehrlichere Perspektive.
Mein Profil als Conversion-Maschine
Dein LinkedIn-Profil ist kein Lebenslauf, sondern eine Landingpage. Wenn jemand auf dich aufmerksam wird, entscheidet er in Sekunden. Ich habe mein Profil nach den klassischen W-Fragen strukturiert:
- Profilbeschreibung (WAS/WER): Was mache ich für wen? (Klarheit in den ersten 50 Zeichen).
- Profile Header (WARUM – Die Transformation):Warum hilft mir das? Hier verkaufe ich das Ergebnis, nicht das Feature.
- Service-Bereich (WIE): Wie helfe ich konkret? (Hier kommt 15signals.com als das System ins Spiel, das diese Transformation ermöglicht).

Der Pfad des Nutzers sieht bei mir jetzt so aus:
-> Interesse durch Mehrwert (wie Vernetzungsanfrage, Profilbesuch oder Kommentar unter einem Post)
-> Blick auf meinen Slogan
-> Klick auf mein Profil
Was mir noch fehlt: Ein echter Lead-Magnet. Ein niederschwelliger Mehrwert, um Vertrauen aufzubauen, ohne dass man sofort den 15signals free Trial starten muss. Denn seien wir ehrlich: Die wenigsten klicken direkt auf einen externen Button, wenn sie dich gerade erst entdeckt haben.
Meine Frage an dich
Deine Leser entscheiden in Sekunden, ob du für sie relevant bist. Probier’s mal aus: Geh in einen Post und schau dir die Profile der Kommentatoren an. Bei wem bleibst du hängen? Warum?
P.S. Nutze eine einfache und klare Sprache für dein LinkedIn Profil. Und keine Sorge, du kannst es beliebig oft überarbeiten.